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Warum Sie bei AEC keine Pilz- & Zylinderleuchten finden

Immer wieder werden wir darauf angesprochen, warum AEC eigentlich keine typischen Pilz- oder Zylinderleuchten in seinem Produktprogramm hat oder mit aufnimmt. Und im Laufe dieses Beitrags wird Ihnen das einleuchtend erscheinen.


Noch sind Pilzleuchten entlang der Straßen und Wege in unseren Kommunen nicht wegzudenken. Dabei hat längst ein Umdenken begonnen, denn was in Deutschland gerade diskutiert wird ist in Italien (der Heimat von AEC) längst Standard und erklärt, weshalb unsere italienischen Designer und Produktingenieure gern auf den in Deutschland so verbreiteten Leuchtentyp verzichten.


Ein Gestaltungstrend, der der Vergangenheit angehört


Pilzleuchten und Zylinderleuchten haben vor allem ein gemeinsames Merkmal. Sie besitzen eine große seitliche Lichtaustrittsfläche. Dadurch sind die Leuchten schon aus der Ferne gut sichtbar und Wege weit im voraus kenntlich markiert. Das wurde in der Vergangenheit nicht nur von vielen Planern gewünscht, sondern entsprach vor Jahren auch dem gestalterischen Zeitgeist. Gerade in Wohnvierteln, in Parkanlagen, auf Parkplätzen prägen Pilzleuchten noch heute vielerorts das Stadtbild.


Doch neue Trends und daraus resultierende langfristige Fortschritte machen auch vor der klassischen Stadtbeleuchtung nicht Halt. Zuerst eroberte die LED Technologie die Branche und setzte als effizientere Technologie unumkehrbar neue Maßstäbe. Zehn Jahre später sind die Kritiker leise geworden, die sich lange Zeit der LED-Technologie verwehrt haben. Heute wird nicht mehr über LED im Sinn von "ja oder nein" diskutiert, sondern über nachhaltige Aspekte, über die Lichtfarbe und ob beispielsweise warmweißes Licht besser ist als neutralweißes Licht.

Ein ähnliches Phänomen erleben wir bei den klassischen Pilz- und Zylinderleuchten, deren Bauform darauf basiert, dass eine möglichst offensichtliche und große seitliche Lichtaustrittsfläche vorhanden ist. Ob schön, oder nicht, das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Und dennoch gibt es nur wenige Länder, in denen sich diese Formgebung so sehr durchgesetzt hat, wie in Deutschland und Skandinavien. Man könnte sagen, sie ist dort aufgrund ihrer "leuchtenden" Eigenschaften noch immer ein Liebling der dekorativen Straßen- & Wegbeleuchtung. Doch warum wird sich das in naher Zukunft ändern? Darauf möchten wir im folgenden eingehen.



Der Himmel bei Nacht

Die neue Notwendigkeit


Die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit, Umweltverschmutzung und Lichtverschmutzung sind mit Sicherheit an niemandem spurlos vorbei gegangen. Was vor Jahrzehnten noch eher einer Randnotitz in den Nachrichten entsprach, gleicht heute einer neuen Bewegung, die mehr als nur ein vorübergehender Trend ist: Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln rücken in den gesellschaftlichen Fokus und haben auch Einfluss auf die Akzeptanz unserer Straßenbeleuchtung.


Aus dem "Trend" wurde eine Haltung, sogar eine Notwendigkeit. Die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel betreffen uns alle. Ganz gleich, was die persönliche Meinung im Allgemeinen dazu ist, eines steht fest:

Obwohl wir mit der LED-Technologie heute Energie einsparen, wird gerade mit LED-Leuchten noch mehr beleuchtet als früher, vor allem im privaten Garten oder zu Werbezwecken auf Firmengelände. Damit wird sukzessive der Energieeinspareffekt, den uns die LED-Technologie bietet, zunichte gemacht.

Und es geht noch weiter: Die Lichtverschmutzung hat vor allem seit Einzug der LED Leuchten enorm zugenommen, schließlich kann man ja nun alles ganz effizient beleuchten. In den Ballungsgebieten lässt sich der nächtliche Sternenhimmel oft nur noch erahnen.


Zum Glück gibt es immer mehr Initiativen, die sich für einen sinnvollen Einsatz von Beleuchtung aussprechen und damit auch zur Erhaltung der natürlichen Nacht beitragen. Seit dem 1. August 2019 geht Bayern sogar mit einem neuen Immissionsschutzgesetz gegen Lichtverschmutzung vor und hat neue Beschränkungen für die Außenbeleuchtung erlassen.


Artikel 11a des neuen bayrischen Naturschutzgesetz:


"Himmelstrahler und Einrichtungen mit ähnlicher Wirkung sind unzulässig." (...) und

"Beleuchtungen in unmittelbarer Nähe von geschützten Landschaftsbestandteilen und Biotopen sind nur in Ausnahmefällen von der zuständigen Behörde mit deren Einvernehmen zu genehmigen."


Mit Außenbereich ist nicht generell draußen gemeint. Nicht zum Außenbereich gehört z.B. die innerörtliche private Gartenbeleuchtung, sie darf also weiter eingeschaltet sein. Und zu den Himmelsstrahlern gehören weder die Beleuchtung im Schwimmbad noch der Fußballplatz, so das Bayrische Umweltministerium. Himmelstrahler seien vielmehr Scheinwerfer und Beleuchtungsanlagen, deren Licht gezielt nach oben in den Nachthimmel strahlt und/oder weithin sichtbar ist.


Auch wenn das Gesetz sicherlich weniger streng ausgefallen ist, als manch einer sich vielleicht gewünscht hat, so lässt es doch keinen Zweifel daran, wohin der Trend geht: Weniger ist mehr und unnötige Lichtverschmutzung soll weitestgehend unterbunden werden.


Das betrifft über kurz oder lang auch den Einsatz von Leuchten, mit einer großen seitlichen Lichtaustrittsfläche, die keinerlei beleuchtungsrelevante Funktion hat und nur dem optischen Gefallen dient. Denn bei Pilzleuchten oder Zylinderleuchten wird das Licht bewusst nicht nur auf die Straße gelenkt, sondern entfällt zu einem Großteil als Streulicht oberhalb 90° in den nächtlichen Raum.


Pilzleuchten - Das Tabu für eine nachhaltige Beleuchtung


Schon lange bevor hierzulande die Diskussionen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Helligkeit, verlorene Nacht, Wirkung des Lichts auf Nachtaktive Insekten etc. begonnen haben, hat sich Italien gesetzlich verbindlich den Richtlinien der sogenannten Dark Sky Initiative angeschlossen. Diese untersagt bei der Beleuchtung von Straßen und Wegen u.a., einen Lichtaustritt oberhalb des horizontalen 90° Winkel, also dass ein Light Output Ratio (LOR=0%) von null Prozent einzuhalten ist.


Aufgrund dieser Gesetzeslage entwickelt AEC also seit vielen Jahrzehnten schon keine Leuchten mehr, die den Anspruch LOR = 0% nicht erfüllen können.


Und genau das versucht AEC bereits seit vielen Jahren erfolgreich auch in anderen Ländern umzusetzen. Die Produktentwickler setzten von Anfang an mutig auf ein Produktportfolio, in dem man Pilz- und Zylinderleuchten vergeblich sucht, auch wenn die größten Exportmärkte von AEC, also Skandinavien und Deutschland eigentlich genau dieses Design nachfragen.


Doch AEC blieb und bleibt seiner Philosophie treu und setzt weiterhin auf nachhaltige Lichtlösungen, die auch ohne Lichtverschmutzung mit gutem Design punkten. Hierzu dienen vor allem unsere LED-Aufsatzleuchten STORY und ECORAYS als moderner, dekorativer Ersatz von Pilz- und Zylinderleuchten.








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